Gräber & Gruft am Schloss Sanssouci
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In diesem Beitrag erhalten Sie einen kompakten Überblick über die Gruft Friedrichs des Großen und die besondere Bedeutung der Grabstelle am Schloss Sanssouci.
Inhaltsverzeichnis
ToggleFriedrichs letzter Wunsch – „ohne Prunk und bei Nacht“
Friedrich II., der „Alte Fritz“, starb am 17. August 1786 im Schloss Sanssouci. Schon zu Lebzeiten verfügte er, nicht in einer königlichen Prunkgruft, sondern schlicht und zurückgezogen beigesetzt zu werden – in Sanssouci, nahe bei seinen geliebten Hunden. Sein Wunsch passt zum Geist des Ortes: Sanssouci sollte ein Rückzugsort „ohne Sorge“ sein – und genau dort wollte er auch seine letzte Ruhe finden.
Die Gruft auf der obersten Terrasse
Bemerkenswert ist, dass Friedrich seine Grabstätte bereits 1744 anlegen ließ – noch vor dem eigentlichen Schlossbau. Seitlich auf der obersten Weinbergterrasse entstand eine unterirdische, gemauerte Grabkammer, die mit Marmorplatten abgedeckt wurde. Die Lage ist bewusst gewählt: direkt am Schloss, aber zugleich diskret – ein stiller Ort mit Blick über Park und Landschaft.
Zwischenstationen der Bestattung
Nach Friedrichs Tod wurde sein letzter Wille jedoch nicht erfüllt. Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II. ließ den Sarg stattdessen in der Gruft der Potsdamer Garnisonkirche beisetzen – neben dem Grab seines Vaters, Friedrich Wilhelm I.
Im Zweiten Weltkrieg wurde der Sarg aus Sicherheitsgründen mehrfach verlegt:
- zunächst in einen Bunker bei Geltow,
- anschließend in ein Salzbergwerk bei Bernterode,
- nach Kriegsende in verschiedene Zwischenlager, darunter das Landgrafenschloss Marburg.
1952 erfolgte schließlich die Überführung auf die Burg Hohenzollern, wo Friedrich der Große mehrere Jahrzehnte ruhte – weiterhin fern von Sanssouci.
Die Beisetzung 1991
Erst nach der deutschen Wiedervereinigung wurde Friedrichs testamentarischer Wunsch umgesetzt. In der Nacht vom 17. August 1991 – genau an seinem Todestag – wurde der Sarg um Mitternacht auf der Terrasse von Sanssouci beigesetzt, in einer feierlichen Zeremonie. Damit folgte man seiner Anordnung, „ohne Prunk, ohne Pomp und bei Nacht“. Unter den Anwesenden waren u. a. der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl sowie hochrangige Vertreter aus Politik und dem Haus Hohenzollern.
Tipp für Ihren Besuch
Die Grabstelle ist bis heute ein Ort stiller Erinnerung. Viele Besucher legen dort Blumen nieder – und gelegentlich auch Kartoffeln als symbolische Referenz an Friedrichs Kartoffelpolitik.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Im Folgenden finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Gräber und die Gruft am Schloss Sanssouci. Die Hinweise helfen Ihnen, Ihren Besuch gut zu planen, die Grabstelle einzuordnen und sich vor Ort respektvoll und angemessen zu verhalten
Wo befindet sich die Grabstelle Friedrichs des Großen?
Die Grabstelle liegt auf der obersten Weinbergterrasse von Schloss Sanssouci, seitlich des Schlosses, gut sichtbar und frei zugänglich.
Ist die Gruft öffentlich zugänglich?
Die Gruft selbst ist nicht begehbar, die Grabplatte auf der Terrasse kann jedoch jederzeit im Rahmen eines Parkbesuchs besichtigt werden.
Benötige ich ein Ticket für den Besuch der Grabstelle?
Nein. Die Grabstelle befindet sich im frei zugänglichen Bereich des Parks Sanssouci. Für den Park ist kein Eintritt erforderlich.
Was ist beim Besuch zu beachten?
Die Grabstelle ist ein Ort der stillen Erinnerung. Besucher werden gebeten, sich ruhig und respektvoll zu verhalten und auf lautes Sprechen oder Sitzen auf der Grabplatte zu verzichten.
Warum liegen manchmal Kartoffeln auf dem Grab?
Kartoffeln erinnern symbolisch an den sogenannten Kartoffelbefehl Friedrichs des Großen, mit dem er den Anbau der Knolle in Preußen förderte und so zur Ernährungssicherung beitrug.
Sollten Sie weitere Fragen haben, steht Ihnen unsere umfangreiche FAQ-Abteilung jederzeit zur Verfügung.